Nina Blazon - Buchautorin - Im Bann des Fluchträgers

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Rubrik Fantasy, Historie, Krimi, Kinderbuch


Maui Maui dachte lange und angestrengt nach.
"Vielleicht gibt es es doch eine Möglichkeit, dich zum Atoll mitzunehmen", murmelte er nach einer Weile. "Aber üblich ist sie nicht. Und es würde sehr viel Mut erfordern."
"Welche?"
"Wir geben dir ein Tatau - hier auf dem Boot. Toras", er deutete auf den größten Musiker, "sticht sehr gute Tataus und hat das Werkzeug dafür an seinem Gürtel."
Tobbs wurde noch heißer, als ihm ohnehin schon war.
"In die Haut stechen?", fragte er. "Mit Farbe? Und es geht nie wieder weg?"
"In die Haut", bestätigte Maui ernst. "Für immer."



Und weiter geht es ...
In Band I, "Die Reise nach Yndalamor", feierte Schankjunge Tobbs seinen 13.
Geburtstag, kidnappte einen Streitwagen, musste sich mit betrunkenen Elfen und iranischen Dämonen prügeln und fand schließlich heraus, hinter welcher Tür er dem Geheimnis seiner Herkunft auf die Spur kommen könnte.
"Im Land der Tajumeeren" schließt nahtlos an diesen ersten Band an und führt Tobbs unter anderem in das eisige, winterliche Land der Rusaner, zur Hexe Baba Jaga und ihren sprechenden Totenschädeln. Ein ganzes Stück gruseliger und rasanter als im ersten Band geht es diesmal zu. Mir hat es auch bei diesem Band einen Heidenspaß gemacht, Gestalten aus den verschiedensten Kulturen wild zu mischen und dann zu schauen, was mit ihnen passiert. Und Tobbs findet bei dieser Gelegenheit auch endlich auf eine ganz heiße Spur zu seiner Herkunft. Dafür muss er allerdings erst einmal einen Schatz aus dem Meer holen, der einen Hinweis auf seine Vergangenheit birgt. Dumm nur, dass Tobbs nicht schwimmen kann ...

Baba Jaga (gesprochen: Bába Jagá)
Eine der Hauptfiguren in diesem Roman. Diese mythologische Gestalt, die häufig als Hexe bezeichnet wird, treibt in vielen slawischen Märchen ihr Unwesen. Die russische Baba Jaga ("Baba" bedeutet soviel wie "Großmutter", manchmal auch "Altes Weib") lebt im Wald in ihrem Häuschen auf Hühnerbeinen und kann in einem Mörser sitzend fliegen. Oft wird sie als grausam beschrieben - ihren Gartenzaun aus Knochen schmücken Totenschädel. Manchmal tritt sie aber auch als helfende Gestalt in Erscheinung und macht den Menschen nützliche Geschenke. Warum sie auch "Baba Jaga Knochenbein" genannt wird, hat natürlich seinen Grund, wie folgende Stelle des Romans zeigt:

Jaga erhob sich abrupt. Mit Schwung klappte sie ihren Bademantel auf. Tobbs sah ein Stück eines geblümten Badeanzugs, dann hatte Baba Jaga schon mit einem Klacken ihr linkes Bein mitten auf den Tisch gelegt. Vom Knie abwärts war nur noch Knochen und ein Skelettfuß zu sehen. Nun, davon hatte Tobbs gehört, nicht umsonst nannte der Volksmund die Hexe auch "Baba Jaga Knochenbein". Den Schienbeinknochen hatte Jaga mit einigen Edelsteinen verziert, die dezent funkelten.
"Das hier ist das Problem", sagte sie. "Damals konnte ich ganz knapp entkommen, sie haben zum Glück nur mein Bein abgenagt."
Wanja riss die Augen auf. "Dann war das mit deinem Bein also gar kein Unfall mit einem fressenden Besen?"
Baba Jaga wurde tatsächlich rot. "Was hätte ich denn erzählen sollen?", knurrte sie und nahm das Bein wieder vom Tisch. "Dass die Haigötter Tajumeers nicht gut auf mich zu sprechen sind, weil ich in ihrem Atoll gewildert habe?"


Womit wir schon bei den nächsten Hauptfiguren des Romans wären:

Viele Haigötter und ein Diplomat!
Haigötter gibt sie bei vielen Völkern und in vielen Kulturen. Auf den Fidschi-Inseln im Südpazifik kennt man beispielsweise die Legende von Dakuwaqua. In die Geschichte eingegangen ist sein Kampf gegen einen gewaltigen Tintenfisch. Der Tintenfisch gewann den Kampf und nahm Dakuwaqua das Versprechen ab, die Insel Kadavu nie mehr anzugreifen. So wurde Dakuwaqua zum Gott und Beschützer dieser Insel. Bei den Fischern genießt er bis heute großen Respekt. Dakuwaqua wird als muskulöser Insulaner mit dem Oberkörper eines Hais beschrieben. Eine wichtige Rolle im Roman spielt diesmal auch ein echter Südsee-Insulaner, der als Diplomat arbeitet. Sein Name ist Maui, und er versucht zwischen Baba Jaga und den Haigöttern zu vermitteln. Maui ist übrigens eine mythologische Gestalt aus Polynesien. Er wird auch "Maui-der-tausend-Listen" oder einfach "Der Listenreiche" genannt. Einst holte er die Inseln des Südpazifiks vom Meeresboden und fing die Sonne mit einem Lasso aus Haaren ein, damit sie langsamer über den Himmel lief. Schließlich brauchten die Menschen länger Licht. Und weil sie auch kochen mussten, stahl er für sie auch noch das Feuer.
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