Nina Blazon - Buchautorin - Im Bann des Fluchträgers

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Rubrik Fantasy, Historie, Krimi, Kinderbuch


Sandburg
Die Alte warf Jo einen scharfen Blick zu und hob belehrend den Zeigefinger. "Halte dich weg vom Wasser. Nicht mal den kleinen Zeh reintauchen. Nie vergessen: Unser Meer hier ist ein böser Ort, voller Ungeheuer mit schwarzer Haut und blauen kalten Augen. Und es hat Zähne und frisst am liebsten Kinderfleisch. Heute bist du noch lebendig - morgen Fischfutter!"


Die kleine Meerjungfrau mal anders
Spielte "Laqua" in Venedig, geht die Reise in "Lillesang" nun nach Kopenhagen, in die Stadt der kleinen Meerjungfrau. Gespenstisch und gruselig wird es aber auch in diesem Buch. Denn die Nixe, der die elfjährige Jolanda in Dänemark begegnet, hat so gar nichts von einem netten, lieblichen Meermädchen. Im Gegenteil: Die Wesen, die dort im Mondschein an Land kriechen, sind Meister der Täuschungen und haben angeblich Appetit auf Kinderfleisch. Jolanda will dem Geheimnis der dunklen Nixe dennoch auf den Grund gehen und findet sich mit ihren beiden dänischen Freunden Julie und Mads bald in einem gefährlichen magischen Abenteuer wieder.

Sandstrand mitten in Kopenhagen?
Ja, das stimmt wirklich! Zumindest für ein paar Wochen im Sommer erstreckt sich mitten in der Stadt ein buchstäblich märchenhafter Sandstrand. Dann nämlich, wenn Künstler aus aller Welt anreisen, um beim Sandskulpturen-Festival zu zeigen, was man aus Sand alles schaffen kann. Und das ist wirklich beeindruckend. Meterhohe Skulpturen erheben sich dann in den Himmel. Verwunschene Schlösser, riesige Eisbären, Menschenstatuen, surrealistische Kunstwerke aus verschlungenen Formen oder Gesichter von Giganten (siehe Bild oben rechts!). Und auch Andersens kleine Seejungfrau war dort schon vertreten. Mich hat das Sandskulpturen-Festival, das ich im Sommer 2013 besuchen durfte, dazu inspiriert, diesen vergänglichen Strand zu einem Teil der Geschichte über Jo und die dunkle Nixe zu machen.

Hans Christian Andersens Stadt
Und auch sonst bot sich Kopenhagen als Schauplatz für eine gruselige Nixen-Story an. Schließlich ist es die Geburtsstadt der berühmtesten Meerjungfrau der Welt. Der Dichter Hans Christian Andersen schuf hier die Geschichte des schönen Meermädchens, das einen Menschen vor dem Ertrinken rettet und sich unsterblich in ihn verliebt. Um bei ihrem Prinzen sein zu können, tauscht sie bei der Meerhexe ihre schöne Stimme gegen ein Paar Menschenbeine ein. So kann sie zwar bei ihrem Liebsten in der Menschenwelt leben, aber ihm niemals sagen, dass sie ihn gerettet hat und ihn liebt. Tja, und so heiratet er am Ende ein anderes Mädchen Eine traurig-schöne Geschichte. Und nicht minder schön ist die Entstehungsgeschichte dieses Märchens.

"Aquana" triff "Havfrue"?
Was wenige wissen: Die "lille havfrue" (so heißt die kleine Meerjungfrau in dänischer Übersetzung) ist ursprünglich eine Italienerin! Hans Christian Andersen war nämlich lange Zeit auf Reisen. Ein halbes Jahr verbrachte er in Italien und war völlig hingerissen vom blauen Mittelmeer und den blühenden Landschaften. Wer sein Märchen genau liest, erkennt in den Beschreibungen der Paläste und der Menschenwelt südlich-italienische Gefilde wieder. Und damit hätten wir doch schon einen schönen Bogen zu den Wasserfrauen Venedigs - den Aquanen aus dem Buch "Laqua". Ich bin sicher, sie sind mit der kleinen Meerjungfrau verwandt! Aber lest selbst

Quadrat News 31.10.17

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