Nina Blazon - Buchautorin - Im Bann des Fluchträgers

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Rubrik Fantasy, Historie, Krimi, Kinderbuch


Schwarze Rose
Die Lady schenkt mir ein warmes Lächeln. "Du bist ehrlich zu dir selbst, Tajann, das gefällt mir. Alles, was ich dir anbieten kann: Sieh es als Prüfung und erste Lektion in den Regeln der Macht. Du weißt, wie man seine Ziele erreicht und du schreckst auch vor ungewöhnlichen Wegen nicht zurück. Du hast Willensstärke, Ehrgeiz und Intelligenz. Diese drei Eigenschaften haben dich zu mir geführt. Wende sie richtig an und du wirst frei sein." Sie beugt sich zu mir und senkt die Stimme, bis nicht einmal die Diener sie noch hören. "Werde deine Schwester los. Du wirst wissen, wie."



Zurück in die Faunblut-Welt
Diese Geschichte ist so etwas wie ein Abschluss der drei Romane, "Faunblut", "Ascheherz" und "Der dunkle Kuss der Sterne". "Der Winter der schwarzen Rosen" schließt nun den Kreis um die Wesen und Städte in der Faunblut-Welt. Muss man also die ersten drei Romane kennen, um den "Winter" zu verstehen? Nein, das muss nicht sein! Wie die anderen Bücher, kann man auch dieses hier als für sich stehenden Einzelband lesen. Aber natürlich hat es sicher einen ganz besonderen Reiz, wenn man die anderen Bände kennt und die Mosaiksteine sich hier auch in den Details zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Es treten Figuren auf, die man aus "Ascheherz" und "Faunblut" kennt.

Alte Bekannte aus drei Romanen
Nur ein paar kleine Beispiele aus der langen Liste der Bezüge: Selbstverständlich mischen Lady Mar und ihre Todesfrauen auch diesmal mit. Eine davon, deren Mantel aus den Flügeln von Schachbrettfaltern besteht, hatte schon einen Auftritt in "Ascheherz". Prinzessin Meda aus "Der dunkle Kuss der Sterne" wird eine Rolle spielen, ihr halb zerstörter Glaspalast mit dem Sternenfenster ist der Schauplatz einer neuen Geschichte. Die Haut eines Eisenhais taucht wieder auf, alte Legenden um die berühmte Urstadt Ghan, die einst fiel. Und auch eine Meeresprinzessin aus Jades Stadt am Wilafluss (Schauplatz von "Faunblut") bekommt einen besonderen Auftritt.

und ein Lieblingsmotiv
Im "Winter der schwarzen Rosen" lasse ich noch einmal viele Motive aus dem Faunblut-Kosmos Revue passieren. Jeder Autor hat ja so seine Lieblingsmotive, die in Variationen immer wieder in seinen Büchern zu finden sind. Manchmal bemerkt man es beim Schreiben nicht einmal - erst die Leser bringen einen darauf, wenn sie in Rezensionen auf Typisches verweisen. In meinen Büchern gibt es oft Wasserwesen (weil sie einfach faszinierend sind!) und märchenhafte Mischgestalten, die mit einem Bein in der magischen Welt stehen. Ein Motiv, das ich auch sehr gerne verwende, ist das der Spiegelungen, der doppelten Sicht. Sowohl bei Plot-Twists und Perspektiven als auch bei den Figuren selbst. Dazu passen Zwillingsgestalten, die ich immer wieder gerne auf die Reise schicke. Deshalb ist es fast logisch, dass die Hauptfiguren Zwillingsschwestern sind (auch ein kleiner Verweis zu Faunblut übrigens). Sie heißen Liljann und Tajann und erzählen abwechselnd ihre Geschichte. Die zwei Perspektiven sind im Buch durch verschiedene Schriftarten gekennzeichnet, aber ich hoffe, dass die Schwestern auch durch ihre unterschiedlichen Stimmen und Sichtweisen gut zu unterscheiden sind. Denn die beiden sind charakterlich sehr unterschiedlich. Und sie haben ganz verschiedene Talente. Liljann ist magisch begabt und sieht die Feen, die ihre Schwester stets begleiten:

"Meine Schwester Tajann war schon immer ein Kind der Feen. Solange ich mich erinnern kann, sah ich jedes Mal, wenn ich nachts aufwachte, die geisterhaften Frauen an ihrem Bett sitzen. In diesem Land nennt man sie "Wilen". Sie flüsterten miteinander und ließen dabei behutsam, um Tajann nicht zu wecken, eine ihrer Haarsträhnen durch die Finger gleiten. Tajanns dunkle Locken glänzten im fahlen Leuchten, das von den Feenfrauen ausging. Tajann lächelte im Schlaf, aber sie erwachte niemals."

Und so sieht es aus Tajanns Sicht aus:

"Meine Schwester Liljann sieht Gespenster. Zumindest glaube ich das. Oder vielleicht ist sie doch nur verrückt, wie unser Vater glaubt? Jedenfalls scheint sie ständig auf Worte zu lauschen, die nur sie in der Stille hört. Manchmal schreckt sie plötzlich zusammen und wenn sie mit mir spricht, wandern ihre Blicke von links nach rechts, irren herum, als würden sie einem fremden Tanz folgen. Wenn ich mich umschaue, ist da nie jemand. Natürlich nicht."

Viele Möglichkeiten für den Leser also, durch die Augen beider Schwestern zu sehen und sich ein ganz eigenes Bild von der Magie und den Gesetzen dieser Welt zu machen.

Quadrat News 12.07.17

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