Nina Blazon - Buchautorin - Im Bann des Fluchträgers

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Rubrik Fantasy, Historie, Krimi, Kinderbuch


Weißer Wolf
Fabio wollte gerade weitergehen, als etwas ihn stutzen ließ. Und als er die Stirn an die Scheibe presste und genau hinschaute, klappte ihm vor Verblüffung der Mund auf. An dem Tisch neben der Theke saß ein weißer Wolf! Von hier aus sah Fabio nur den Wolfskopf mit den bernsteingelben Augen und darunter gefletschte Zähne. Das Maul wippte leicht im Takt, als würde der Wolf Musik hören. Der Rest von ihm war hinter einem riesigen silbernen Laptop verborgen. Ein surfender Wolf?, dachte Fabio fassungslos. Bin ich in einem Computerspiel?



Gespenster im Moor
Island - die Insel der Vulkane und Gletscher, Elfen und Trolle - hat mich schon seit jeher fasziniert. 2008 durfte ich an einem internationalen Kinder- und Jugendliteraturfestival in Reykjavík teilnehmen. Das Motto lautete "Draugar úti í mýri" - Gespenster im Moor. Einige Veranstaltungen fanden im Kulturhaus am Ufer eines Moores statt. Und als ich abends an diesem nebelverhangenen Gewässer voller geisterhafter Schemen entlang zurück zum Hotel in der Stadt wanderte, war mir klar, dass diese Stadt auch ein großartiger Schauplatz für ein Fantasy-Abenteuer wäre. In keiner anderen Stadt, die ich kenne, liegen Licht und Dunkel so nah beieinander, Wildnis neben moderner hipper Szenestadt, Gespenstisches neben dem ganz normalen Insel-Alltag. Bei diesem Festival hatte ich auch die Ehre, den großen Fachmann für isländische Mythen kennenzulernen: Dr. Terry Gunnell, der an der Universität Reykjavík unterrichtet.

Elfen? Echt jetzt?
Ich muss zugeben, bis dahin waren mir Elfen eher suspekt (komische Ohren, arrogant und immer so streberhaft besser, schöner und begabter als die Menschen, ts, ts). Aber Terry Gunnells Forschungen und Überlegungen zum isländischen Elfenglauben erschlossen mir einen ganz neuen und sehr spannenden Blick auf die verborgene Welt. Wer sagt zum Beispiel, dass Elfen nur in flatternden Mittelalter-Gewändern über Vulkanberge tänzeln und auf verirrte Wanderer warten? Und warum sollten sie überhaupt so weltabgewandt in der Einsamkeit leben, wenn das moderne Stadtleben doch so viel Spannendes bietet?
Viele Isländer glauben übrigens an die Existenz von magischen Wesen. Immer wieder findet sich in der Zeitung das magische Pendant zu einer Ufo-Sichtung: Berichte von Begegnungen mit Elfen und anderen Vertretern des "Huldufólk" - des "verborgenen Volkes". Und auch die "Afturganga" (Tote, die aus dem Grab wiederkehren, um die Lebenden mit sich zu nehmen) und die harmloseren Hausgespenster gehören zum Sagenschatz der Inselbewohner.

Auf den Spuren des "Huldufólk"
Im Sommer 2013 hatte ich das Glück, ein weiteres Mal nach Island reisen zu können, diesmal ganz privat. Ein paar Wochen lang durfte ich bei der Literaturwissenschaftlerin Úlfhildur mitten in der Hauptstadt Reykjavík zu Gast sein. Durch Úlfhildur habe ich viele wertvolle Einblicke in das isländische Alltagsleben bekommen - und auch so einige Anekdoten aus dem Familienkreis, was Elfen und Gespenster angeht. Von ihrer Großmutter weiß ich nun, dass Elfen sich gerne ihren teuren Seidenschal ausleihen, der rätselhafterweise tagelang verschwindet und dann wie von Zauberhand ganz hinten im Schrank wieder auftaucht. In diesen Sommerwochen (in denen die Sonne auch nachts nicht unterging!) habe ich die Stadt noch einmal auf andere Art für mich entdeckt. Ganz von selbst begann ich nämlich Ausschau zu halten und Plätze und Straßen durch Elfenaugen zu betrachten:
Wäre der große Platz vor der Hallgrimms-Kirche nicht ein wunderbarer Elfen-Partyplatz? Und die kleine Insel auf dem See vor dem Rathaus - als Elfe würde ich mich da sofort niederlassen, wenn ich Ruhe vom Stadtlärm bräuchte. Und in welches Café würde ich wohl gehen, wenn ich zum verborgenen Volk gehören würde? Schon begannen sich Szenen in meinem Kopf zu formen, Wege und Handlungsstränge, die quer durch Reykjavík führten. Alle Schauplätze, die ich im Buch beschreibe, sind also authentisch, jedes Haus, jeder Weg existiert. Und auch so manche isländische Besonderheit ist nachgeprüft und selbst erlebt.

Auf nach Island!
Lust bekommen, selbst auf die Reise zu gehen? Dann kann man hier gleich starten und sich in diesem Fotoalbum ein Bild von Fabios und Toms Ferien auf der Insel machen. Mit einem magischen Klick geht es los!

Quadrat News 22.03.17

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